Freitag, 10. Juli 2009

Nu är jag hemma igen!

Ihr Lieben,
nun ich sitze wieder in der Kalklage in Nikolausberg.
Nach 1o Monaten im schönen Schweden ist mein Diakonisches Jahr nun zu Ende und diejenigen, die hier auf meinem Blog dann und wann vorbeigeschaut haben, wissen, dass es mir ausgesprochen gut gefallen hat und ich viel erlebt habe.

Die letzte Woche war ein krönender Abschluss. Meine Patentante Elisabeth ist gekommen und wir haben im ersten Teil ihres Besuches Stockholm besucht, ein Bootstour in die Schären unternommen und meinen Abschlussgottesdienst gefeiert.
Im zweiten Teil sind wir 1500km durch Wald und noch mehr Wald in den Norden von Schweden gefahren. Zunächst haben wir uns die Stadt Kiruna angeschaut und sind dann aber schnell weiter nach Abisko gefahren und sind dort gewandert.
Mit Rucksack und Zelt durch die Weite der Welt dort oben- mit Mücken und 24h Sonne am Tag!
Es war eine tolle Zeit.

Die letzte Nacht in Sollentuna haben wir bei Mia und ihrer Familie gebracht und es war schön zu spüren, wie herzlich, nah und selbstverständlich unsere Freundschaft über das Jahr geworden ist.
Mit viel Gepäck ging es per Zug wieder in die heimatlichen Gefilden. Wer mag ist gerne zum Photo anschauen, Zimtschnecken und Käffchen (es lebe die schwedische Fika!) eingeladen.

Danke, dass ihr mich über das Jahr beleitet habt.

Hej då,
eure Uta

P.S.: Bilder folgen, wenn der Pc wieder Lust zum Laden hat...

Montag, 22. Juni 2009

Hej allihopa!

Mit dem heutigen Montag beginnt tatsächlich meine letzte richtige Woche in Sollentuna. Ich fülle sie hauptsächlich mit verschiedenen Fikas (Kaffe und Zimtschnecke...) mit verschiednen netten Menschen, mit Packerei und Reisevorbereitungen.
Die letzten zwei Wochen waren sehr eindrucksreich und wirklich schön.

Mit dem Personal in meiner Gemeinde haben wir meinen Abschied mit einem Mittagessen in einer Galsbläserei gefeiert. Das Handwerk hat mich wirklich begeistert und ich durfte mit eine schöne grüne Schale selber anfertigen.

Dann ging es auf das Konfirmantenlager an die Westküste. Wir hatten ein schönes Haus etwas ausserhalb des Fischerdorfes Fiskebäckskil mit dem Meer vor der Haustür, Volleyballplatz und gemütlichen Sofas. Es war ein gelungenes Lager, auch wenn ich für meinen Teil etwas zu wenig zu tun hatte und ein paar mehr gleichgesinnte Jugendliche vermisst habe.


Nach dem Lager habe ich unser ehemaliges AuPair-Mädchen Ylva besucht. Sie wohnt in einem wunderschönen im Grünen gelegenen Haus mit Kindern, Mann und Hund...

Wir haben uns viel unterhalten, über die Zeit bei uns, über das Hier und Jetzt und über Zukunftspläne. Es ist ein schönes Gefühl mit seinem alten AuPair-Mädchen bei einem Vino die Abendsonne zu geniessen und auf schwedisch zu plaudern!

Am letzten Freitag wurde in den Midsommar reingefeirt mit lecker traditionellem Heringsessen und Spiel&Tanz um die Midsommatstange. Am Tage drauf war die Taufe der vier Monate alten Ingrid- es war ein wirklich schönes Fest. Wir haben im Gemeindehaus gefeiert und ich habe mich beim Tische eindecken, Kaffee kochen und spülen richtig heimisch fühlen können ;-) ...


Die schöne "västkust"


Heute scheint eine angenehme Sonne und ich spüre schon wie es mich zum See zieht...

Liebe Grüsse aus Sollentuna,
eure Uta

Montag, 8. Juni 2009

Ihr Lieben,
es ist ein sonniger Montagmittag und nach einem leckeren Mittagessen in unserer Gemeindeküche finde ich mir nun die Zeit ein wenig zu erzählen.

Am letzten Maiwochenende habe ich mich mit Dorothee und Dominik(dt. Volontäre in Südstockholm und Katrineholm) getroffen, wir haben lecker gekocht und abends den Stockholmer Frühling genossen.

Am Sonntag hatten wir bei bestem Wetter einen Gemeindeausflug in den Tierpark Kolmården. Es war ein sehr schöner Tag, ich habe viele Kinder aus den verschiedenen Gruppen nochmal gesehen und wir hatten einen lebhaften Gottesdienst in einer wunderschönen Kirche. Beim Bau des Tierpark sind in Teilen des Terrains Sprengungen vorgenommen worden, dabei sind ordentliche Steinbrocken an Stellen gelandet, wo sie nur schwer wieder wegzubekommen waren. Also wurden die Felsen beim Bau der Kirche integriert- das ist den Architekten sehr gut gelungen. Ausserdem hat die Kirche eine grosse Fensterfront mit Blick auf ein bewaldetes Tal- das war bei Sonnenschein wirklich wunderschön.

In der Woche drauf war ich hier in Sollentuna. In der Gemeinde ist nicht mehr soviel zu tun, aber wir halten uns mit Personalausflügen und Senioren-Geburtstagsfeiern bei Laune.
Viel Torte und viel Kaffee!!
Ich war zum ersten Mal im See schwimmen- ein verrücktes Gefühl, denn das Schlittschuh laufen fühlt sich noch gar nicht so lang her an. Kalt war es, und sehr sehr schön.

Letztes Wochenende war ich mit Mia und ihrer Familie in Umeå. Man fährt gute 7 Stunden die Ostküste hoch. Man erlebt dabei einen regelmässigen Wechsel von Stadt-Land-Land-Baum-Wasser-kleine Stadt-Wald-Elch!!-kleine Tankstelle-Baum... sehr meditativ!

Umeå ist eine bekannte Studentenstadt mit unglaublich vielen Briken. Dort haben wir das Examen von Mias Tochter gefeiert und waren im alten Stadtsgefängnis untergebracht- ein jedem seine Zelle.

Diese Woche bin ich bis Donnerstag in Sollentuna, dann geht es an die Westküste auf das Konfirmandenlager. Momentan geht es bei der Studienstadt-Auswahl in die heisse Phase- wie gut, dass Theologie zulassungsfrei ist, die letztendliche Einschreibung kann ich bequem von Göttingen aus machen.

Unser Wiedersehen rückt näher, ich freue mich schon sehr auf Euch. Jetzt geniesse ich aber erstmal den skandinavischen Sommer.
Alles Liebe, Uta

Donnerstag, 28. Mai 2009

Goddag, goddag!

Es ist ein ruhiger Donnerstagnachmittag, draussen ist es eher bedeckt als sonnig und ich kann auf zwei wunderschöne Wochen zurückblicken.

In Schweden gibt es eine grosse Sommerpause, sodass alle Kinderchöre und -gruppen bereits Mitte Mai ihr Abschlussfest gefeiert haben. Es war ein schönes Gefühl die letzte Kinderstunde mit der ersten zu vergleichen und zu sehen, was dazwischen alles geschehen ist. Ich habe die Kinder über die Monate wirklich lieb gewonnen.

Abschlussfest.


Meine Freizeit habe ich mit viel Spannendem füllen können. Ich war auf einer ornithologischen Führung (nicht ganz einfach in schwedischer Vegetation und vor allem mit schwedischen Vogelnamen- was ist ein lövsångare??) und habe danach beschlossen mich auf diesem Gebiet zumindest bis zur Beherrschung der Grundlagen weiterzubilden.

An einem sonnigen Samstag war ich bei unserer italienischen Germana und habe lecker Nudeln selber gemacht- kein Kommentar zur Schürze bitte, sowas trägt man wohl in Italien ;-) !!


Tagliatelle- Pasta Italia...

Am gleichen Wochenende war ich sonntags zu einer Konfirmation eingeladen und abends waren wir auf einem Gospelkonzert. Ein gutes Gefühl, so viele freundliche Menschen um sich zu haben.

Letzten Montag kam Stephie für eine Woche zu Besuch und wir hatten eine wundervolle Zeit zusammen. Die freien Himmelsfahrtstage bescherten uns viel Zeit für Gespräche, Spaziergänge, Sushi-Koch-Aktionen, Bootsfahrt in die Schären und grossartige Tanzabende in Stockholm.


Stephie& Ich.


Anfang dieser Woche habe ich Dominik in Katrineholm besucht und seinen Geburtstag gefeiert. In Dominiks Wohnung gabt es sogar einen Backofen, sodass ich mich endlich mal wieder an einer Quiche austoben konnte.

Auch wenn man insgesamt merkt, dass sich das Jahr dseinem Ende nähert, erwarten mich doch noch wunderbare Urlaube und Aktionen in den nächsten Monaten. Die Nachtzugtickets nach Kiruna sind gebucht und das Konfirmantenlager an der Westküste geht in die heisse Phase der Planung.
Ich freue mich mehr und mehr auf ein Widersehen mit Euch allen.
Morgen kaufe ich die Zugrückfahrkarten, aber weg bin ich hier trotzdem noch lange nicht ;-) !!
Guds Välsignelse und liebe Grüsse,
eure Uta

Dienstag, 12. Mai 2009

Hej meine Lieben,
heute morgen bin ich um halb fünf aufgewacht und mein Zimmer war von gleissendem Sonnenschein erhellt. Das Licht tut hier allen sehr gut und die Schweden ähneln im Frühling einem Haufen Ameisen, die aus ihrem Bau strömen. Plötzlich treffe ich meine Nachbarn, man hört Kindergeschrei und Hundegebelle, alles riecht nach Grillkohle und selbst abends um halb zehn kann man noch problemlos eine Runde drehen- kein Vergleich zu den Wintermonaten!
In den letzten Wochen habe ich viel in Sollentuna, Stockholm und Umgebung unternommen.
Ich war im Jüdischen Museum und beim Stadtshaus, in der Kunsthalle Sollentunas, in einer Austellung des schwedischen Malers Karl Larsson und im Musikal "Jesus Christ Superstar". Ausserdem habe ich das Stockholmer Nachtleben genossen, Ronja Räubertochter auf schwedisch gesehen ( diese Erdtrolle klingen auf schwedisch noch witziger...) und zum ersten Mal in meinem Leben Pfannkuchentorte gegessen (was für ein Festschmaus!!).
Am 30. Mai habe ich Walpurgis in Uppsala gefeiert- es geht um 8.00h morgens los mit Champagnerfrühstück und dann dauert das Studenten- und Stadtfest bis in die späten Abendstunden: Bootsrennen, Champagner en masse, Rektorenrede mit anschliessendem Hochwerfen der Studentenmützen, Musik und Tanz. Wie soll ich sagen?- Es war beeindruckend.
Ich habeendlich von unserer Küsterin gelernt, echte schwedische Zimtschnecken zu backen und ich habe in meinem Sportzentrum bei der Einheit "Afrikanischem Tanz" teilgenommen... eine interessante, wohltuende und wirklich amüsante Sache!
Letzte Woche war ich auf meinem letzten Seminar in Schweden. Eine Woche in der Volkshochschule Sigtunas mit recht gutem Programm und lecker Essen. Wir haben u.a. eine Pilgerwanderung gemacht, philophisch diskutiert, unser Jahr evaluiert und ein Shakespeare-Medley-Theaterstück in Stockholm angeschaut, welches von Schauspielern mit Down-Syndrom aufgeführt wurde.
Am Sonntagabend hatte ich Besuch von Camille, einem französischen Erasmusstudenten aus Uppsala. Es gab Crêpes mit Cidre- herrlich! Es ist ein recht interessant sein eigenes Gehirn zu beobachten, wenn man in kurzer Zeit zwischen vielen Sprachen wechselt. Kurz gesagt: Völliges Chaos, aber durchaus amüsant! Voilá, enfin bref...c'est vraiment le bazar!
Morgen habe ich unsere Schulkindergruppe zum letzten Mal. Alle fragen mich, wie lange ich denn eigentlich noch bleibe und besonders durch das Seminar letzte Woche ist mir bewusst geworden, dass sich die Heimreise nähert. Andererseits bin ich noch knapp zwei Monate hier und mich erwarten noch zahlreiche schöne Aktivitäten: "Abi is over!-Besuch" von Stephie, Gemeindeausflug in den Tierpark, Konfirmandenlager an der Westküste, Mittsommer und Besuch bei unserem alten AuPair-Mädchen Ylva, Besuch von meiner lieben Patentante Elisabeth und Wandern im hohen Norden...
...langweilig wird mir also sicher nicht!
Meine Planungen wie es im Herbst weitergeht nehmen Gestalt an. Ich habe mich entschieden ab Oktober Theologie zu studieren, momentan tendiere ich sehr zur Universität Leipzig.
Am Wochenende bringt mir unsere italienische Gemeindedame Germana bei, wie man richtige Pasta macht... ich bin gespannt ;-) !!
Liebe Grüsse aus Schweden,
eure Uta
P.S.: Leider ist meine Kamera beim Drachenbasteln mit der Kindergruppe auf den Boden gefallen... ich habe jetzt ein Leihmodell, nächstes Mal gibt es also auch wieder Bilder.

Mittwoch, 15. April 2009

Jag har det bra, bra, bra...

Hej meine Lieben.
Euch allen ein herzliches "Glad Påsk" nachträglich, ich hoffe ihr hattet erholsame Feiertage, schöne Momente mit Freunden und Familie und einen fleissigen Osterhasen.


Seit meinem letzten Eintrag ist ein Monat vergangen. Zunächst habe ich zwei Wochen mein schwedisches Alltagsleben genossen. Meine Aufgaben in der Gemeinde sind nocheinmal vielfältiger geworden: Kindergruppen, Konfirmanden, Andachten, Küsterdienst, Ostermusikal, theologisches Gespräch, Fika-Vorbereitungen... mittlerweile fühle ich mich wirklich als Mitarbeiterin in der Gemeinde und nicht mehr als Zuschauerin und Aushilfe. Ich habe mich nocheinmal verstärkt bemüht verschiedene Bereiche des Gemeindelebens kennenzulernen und war in diesem Rahmen einen Tag im Krematorium und hatte eine "Berührungs-Therapie" (eine Methode der Seelsorge) mit unserer Diakonin.


Neben meiner Arbeit in der Gemeinde gehört zu meinem "schwedischen Alltag" der Sport, der Gospelchor, Stockholm und das Treffen meiner lieben Mitvolontäre und schwedischer Freunde.


Die letzten zwei Wochen waren hingegen nicht von Alltag geprägt, sondern von Ferienstimmung und fröhlichem Zusammensein im familiären Kreis. Zunächst hat sich Greta auf den Weg in den Norden gemacht. Wir hatten ein schöen Woche zu zweit mit viel Programm. Beim Ostermusikal hat sie die Engelrolle übernommen und bei allen sieben Aufführungen treu ihr Sprüchlein aufgesagt. Wir waren gemeinsam in Uppsala, in Stockholm, in meiner Gemeinde und haben es genossen mal wieder grosse Schwester und kleine Schwester sein zu können.


"Va inte rädda. Jesus lever!"


Am Palmsonntag kam der Rest der Familie nach. Almuth war leider schon wieder zu Uni verpflichtet, aber dank ihrer zwei schönen Besuchen im November und Februar konnte sie uns in Gedanken doch gut begleiten.
Wir begannen den Familienurlaub in Marie Udd, einem wunderschönem altem Schwedenhaus am Mälaren-See. Dort fand jeder von uns sein Ferienglück. Wanderungen und Elchfährten, Kanutouren und Schneisen ins Eis brechen, Lesen und Klettern auf den Felsen, Photographieren und Lesen, Backen und Gitarre spielen.

Sonnenuntergang in Marie Udd.

Den zweiten Teil der Woche verbrachten wir bei mir in Sollentuna. Wir besichtigten Stockholm und hatten das Vergnügen ein beeindruckenden Wachablösung im Schloss, welche von der Blaskapelle mit einem schmissigen ABBA-Medley unterlegt wurde. Imke und ich tauchten im Astrid-Lindgren-Museum "Junibacken" in die Welt der Pippi, des Michels und der Ronja Räubertochter unter.


Imke in Junibacken.


In den folgenden Tagen besuchten wir die Gemeindeund die schöne Umgebung Sollentunas, lernten meinen Mitarbeiter kennen, fuhren nach Uppsala und feierten schliesslich mit Mias Familie ein schönes Osterfest.


Nun wohne ich wieder allein im Vikingavägen, doch der nächste Besuch lässt nicht auf sich warten. Dominique aus Uppsala beginnt heute zum Sommersemester ihr Theologiestudium in Mainz. Ihre Abreise bedauere ich, denn unsere Zweisamkeit war seit unserem Kennenlernen im Sprachkurs (Oktober 2008) nicht nur ausgesprochen häufig, sondern auch ausgesprochen schön, witzig und abwechslungsreich. Ich freue mich also auf ein Widersehen in der Heimat!

Heute Abend mache ich die Kinderchorvertretung. Damit ich der Chorleiterin nicht in ihre Lieder pfusche, werde ich mit den Kindern Zeichensprache ("teckenspråk") lernen und bekannte Kinderlieder singen und "taubstumm singen". Ich bin gespannt, ob das wohl klappt :-) !!

Herzliche Grüsse aus Sollentuna, eure Uta

Montag, 16. März 2009

Ihr Lieben,
heute nur ganz wenig Text und stattdessen Bilder aus den letzten Wochen:
Ein Highlight folgte dem nächsten!
Heute kehrt wieder etwas Alltag ein. Ich bereite die "1.-Hilfe-Einheit" für die nächste Kindergruppe vor, erledige meine Küsterdienste, denke mir ein paar Variationen für die Gesangstunde aus und geniesse mein Volontärdasein.
Es grüsst euch ganz herzlich,
eure Uta



Eislaufen auf Edsviken- kilometerlanges Vergnügen!


Skilager in Hassela.


Shakespeare's Macbeth in der Stockholmer Oper.

Ein gemütliches Wochenende im roten Haus am See.

Besuch, Besuch!

Montag, 2. März 2009

Hej alla!
Mein guter Vorsatz in Wochen-Abständen von mir hören zu lassen wurde in letzter Zeit etwas vernachlässigt, aber positiv gesehen zeugt dies nur davon, dass mir hier in Schweden wirklich nicht langweilig wird.
Der Februar ging wirklich fix vorbei, er war gefüllt mit vielen und schönen Unternehmungen.
Die Besuchswoche der Stockholmer Bischöfin bleibt allen in guter Erinnerung. Viele Diskussionen über Zukunft und Ziel unserer Gemeindearbeit, Gemeindebesuche mit Kinderchor und Powerpoint, Gospelkonzert und festliche "högmässa" (Hochmesse) zum Abschluss. Ich hatte die ehrenwerte Aufgabe als Kreuzträgerin die Prozession anzuführen und bin somit nun ein bisschen berühmt und im Sollentunas LokalTV zu sehen.
Anschliessend ist meine Mentorin Mia für zweieinhalb Wochen auf die Phillipinen gefahren. Sie hat dort vor einigen Jahren als Kinderpädagogin gearbeitet und besucht nun ihre Einsatzstelle und geniesst den Sonnenschein.
Für mich bedeutete dies, dass ich alle Kindergruppen alleine gemacht habe. Es war ein gutes Gefühl zu merken, dass die schwedischen Kinderlieder jetzt sitzen und ich weiss, wo alle Bastelsachen liege und ich mich mittlerweile sogar mit den jungen Müttern und ihren Windelstories amüsieren kann.
Zur gleichen Zeit war Joanna aus Göttingen zu Besuch. Ich kann mich wirklich glücklich schätzen, Freunde zu haben, die nicht nur gross von geplanten Besuchen reden, sondern tatsächlich vor meiner Haustür auftauchen und mein Leben hier kennenlernen. Wir hatten wirklich schöne Tage zusammen- merci Joanna!
In der letzten Woche ging es dann mit der Gemeinde auf ein Familienskilager in den Norden. Wir waren 25 Personen und haben in einem schwedenroten Haus gewohnt mit 2 Minuten Fussweg zum Lift. Es war eine tolle Zeit, tagsüber die Pisten unsicher machen, abends mit den Kindern basteln, spielen, Andachten halten und Muskelkater auskurieren.
Wenn ich dieses Lager mit dem Herbstlager im Oktober vergleiche, so merke ich, wie wertvoll es doch ist, sich in der Fremdsprache wohlzufühlen. Es macht einfach mehr Spass, wenn man die lispelnde Alina und den albernen Filipp versteht und auf die Kommentare der Leiter kontern kann. Dieses mal war ich auch nicht die einzige Teilnehmerin im Alter zwischen 15 und 45- das tat nach sechs Monaten Kinder- und Seniorenarbeit auch mal richtig gut ;-) !!
Nun bin ich wieder in Sollentuna und hier wird es langsam Frühling. Morgen kommen Almuth und Jannis zu Besuch ( herrlich- jag älskar besök!!) und nächste Woche geht es dann auch mal wieder auf ein Seminar.
Liebe Grüsse in die Heimat,
eure Uta
P.S.: Ein paar Bildeindrücke aus dem Winterparadies folgen...

Montag, 2. Februar 2009

Hej alla.
Es ist ein sonniger Montagmittag und weil mein Küsterdienst "Kirche saugen" heute ausfällt, habe ich eine Extraportion geschenkte Zeit für einen Blogeintrag.

Das neue Jahr ist in der Gemeinde sehr gut angelaufen. Neben meinen neuen Gruppen und Aktivitäten ist momentan viel zu tun für die "Biskopsvisitation" die Mitte der Woche beginnt. Die Bischöfin aus Stockholm wird sich für eineinhalb Wochen die Gemeindeaktivitäten in Sollentuna anschauen.

Mitte Januar war ich über ein Wochenende zu Besuch bei Dominique in Uppsala, einer Studentenstadt im Norden Stockholms. Wir hatten eine schöne Zeit mit Stadtbesichtigung, Kennelernen deutscher Erasmus-Studenten im Café, selbstgekochtem deutschem Essen, Live-Musik in der Studentenkneipe und katholischer Messe am Sonntagmorgen.




Der Uppsaler Dom. Dominique und Ich.

Am 22. Januar habe ich mich auf den Weg in die Heimat gemacht, denn bei meiner Jahresplanung nach Sylvester habe ich festgestellt, dass der bezahlten Heimflug von meiner Organisation am besten nun im Januar passt. Nach einem Weihnachtsfest in Schweden und einer Woche alleine krank sein hatte ich auch richtig Lust mal wieder Tochter zu sein.

Mit Verwandtschaft in Berlin macht das Ryanair fliegen noch mehr Spass, denn man profitiert nicht nur von den günstigen Preisen, sondern auch von den krummen Abflugszeiten. Auf diese Weise habe ich sowohl am Anfang, als auch am Ende meiner Reise einen schönen Abend in der Hauptstadt verbringen dürfen.

Die Tage in Göttingen waren sehr schön und gefüllt mit Ausflug nach Neufriemen, Freunde von Pfadfindern und Schule treffen, Organisatorisches vor Ort erledigen und einfach mal wieder zu Hause sein. Ich bin anschliessend für eine Nacht noch nach Dresden zu Almuth gefahren, um mir endlich ihre WG anzuschauen und um mich wieder einmal von Dresden-Neustadt begeistern zu lassen.

So ein Perspektivwechsel war für mich auch in Bezug auf die Bewertung der Bedeutung und Ziele meines Frewilligendienstes hier in Schweden wertvoll.

Am letzten Freitag bin ich hier gut wieder angekommen. Am Samstag ging es wieder nach Uppsala, da Dominique ihren Geburtstag mit netten Menschen, selbstgemachten Hamburgern und Tanz nachgefeiert hat. Vor dem Festabend haben wir die Moschee in Uppsala besucht. Wir arbeiten beide in einer christlichen Kirchengemeinde, somit ist es besonders spannend sich gemeinsam Glaubenshäuser anderer Religionen anzuschauen.

In der nächsten Woche werde ich endlich Schlittschuh fahren, die Temperatur und das Wetter passt perfekt. Ich freue mich so viele Rückmeldungen auf meine "Wer liest den Blog?"-Fragevbekommen zu haben.
Es grüsst euch ganz herzlich, eure Uta

Montag, 12. Januar 2009

Gott nytt år!

Hallo Ihr Lieben,
nun sind einige Wochen seit meinem letzten Eintrag vergangen, die Weihnachtsdeko wird wieder abgehängt und die Jahresplanung nimmt ihren Lauf.

Ich hatte ein sehr schönes Weihnachtsfest mit meiner Mentorin Mia und ihrer Familie. Am 24. Dezember habe ich beim Krippenspiel geholfen und habe abends in der Mitternachtsmesse mit meinem Gospelchor gesungen. Dazwischen wurde köstlich gegessen, fleissig all die schönen Geschenke ausgepackt und die Winterluft beim Spazierengehen genossen.

Am 26. kam Maria zu Besuch, sie ist deutsche Volontärin in England und wir haben uns im letzten Jahr auf einem Seminar in Weimar kennengelernt. Wir haben gemeinsam Feriendasein genossen, waren in Stockholm, in der Sauna, spazieren...

Ein paar Tage später kamen Grégory (ebenfalls dt. Volontär in England) und Per (Marias Freund aus Hamburg) dazu. Nachdem wir uns mit ordentlich Feuerwerk und Champagnergläsern von Ikea eingedeckt hatten, waren wir bereit für das neue Jahr. Begrüsst haben wir dieses mit DinnerforOne, lecker selbstgekochtes Menu und einem tollen Panorama am See.

Pünktlich am 1. Januar hat mich die hier rumgehende "Influenza" gepackt und mich völlig ausgeschaltet. Als dann am 2. Januar alle meine lieben Gäste sich auf den Weg machten, musste ich die Erfahrung machen, wie es ist alleine krank zu sein.... schrecklich! Zum Glück gibt es Telefon, Grey's Anatomy und liebe Freiwillige in meiner Nähe. Danke Doro!

Letzte Woche war ich dann zum Mittjahresseminar in Sigtuna. Meine schlimmen Befürchtungen im Vorfeld haben sich jedoch keineswegs bestätigt, sondern ich hatte wirklich interessante, bereichernde Tage dort. Es macht viel aus, wenn man einfach rein vom Sprachlichen her versteht, worum es geht.

Heute beginnt mein Dienst in der Gemeinde wieder und mit Blick auf die letzten vier Monate wird es einige Veränderungen in meinem Wochenschema geben. Etwas weniger Kindergruppen, dafür Konfirmanden, theologisches Gespräch mit unseren Pastoren, Betreuung von Senioren, Arbeit mit geistig-behinderten Kindern, Pfadfindergruppe, Freizeitbetreuung, Taufgespräche, Beerdigungen und Administratives.

Ich finde es super, dass ich hier die Möglichkeit habe mir von so viel Verschiedenem einen Eindruck zu verschaffen.

Ich wünsche euch allen ein gutes neues Jahr und freue mich über Kommentare, denn manchmal frage ich mich, wer sich meinen Blog denn so anschaut.

Eure Uta


Die Englein im Krippenspiel.


Uta am zugefrorenen See.


Gott nytt år.