Hej meine Lieben.
Euch allen ein herzliches "Glad Påsk" nachträglich, ich hoffe ihr hattet erholsame Feiertage, schöne Momente mit Freunden und Familie und einen fleissigen Osterhasen.
Seit meinem letzten Eintrag ist ein Monat vergangen. Zunächst habe ich zwei Wochen mein schwedisches Alltagsleben genossen. Meine Aufgaben in der Gemeinde sind nocheinmal vielfältiger geworden: Kindergruppen, Konfirmanden, Andachten, Küsterdienst, Ostermusikal, theologisches Gespräch, Fika-Vorbereitungen... mittlerweile fühle ich mich wirklich als Mitarbeiterin in der Gemeinde und nicht mehr als Zuschauerin und Aushilfe. Ich habe mich nocheinmal verstärkt bemüht verschiedene Bereiche des Gemeindelebens kennenzulernen und war in diesem Rahmen einen Tag im Krematorium und hatte eine "Berührungs-Therapie" (eine Methode der Seelsorge) mit unserer Diakonin.
Neben meiner Arbeit in der Gemeinde gehört zu meinem "schwedischen Alltag" der Sport, der Gospelchor, Stockholm und das Treffen meiner lieben Mitvolontäre und schwedischer Freunde.
Die letzten zwei Wochen waren hingegen nicht von Alltag geprägt, sondern von Ferienstimmung und fröhlichem Zusammensein im familiären Kreis. Zunächst hat sich Greta auf den Weg in den Norden gemacht. Wir hatten ein schöen Woche zu zweit mit viel Programm. Beim Ostermusikal hat sie die Engelrolle übernommen und bei allen sieben Aufführungen treu ihr Sprüchlein aufgesagt. Wir waren gemeinsam in Uppsala, in Stockholm, in meiner Gemeinde und haben es genossen mal wieder grosse Schwester und kleine Schwester sein zu können.

"Va inte rädda. Jesus lever!"
Am Palmsonntag kam der Rest der Familie nach. Almuth war leider schon wieder zu Uni verpflichtet, aber dank ihrer zwei schönen Besuchen im November und Februar konnte sie uns in Gedanken doch gut begleiten.
Wir begannen den Familienurlaub in Marie Udd, einem wunderschönem altem Schwedenhaus am Mälaren-See. Dort fand jeder von uns sein Ferienglück. Wanderungen und Elchfährten, Kanutouren und Schneisen ins Eis brechen, Lesen und Klettern auf den Felsen, Photographieren und Lesen, Backen und Gitarre spielen.

Sonnenuntergang in Marie Udd.
Den zweiten Teil der Woche verbrachten wir bei mir in Sollentuna. Wir besichtigten Stockholm und hatten das Vergnügen ein beeindruckenden Wachablösung im Schloss, welche von der Blaskapelle mit einem schmissigen ABBA-Medley unterlegt wurde. Imke und ich tauchten im Astrid-Lindgren-Museum "Junibacken" in die Welt der Pippi, des Michels und der Ronja Räubertochter unter.

Imke in Junibacken.
In den folgenden Tagen besuchten wir die Gemeindeund die schöne Umgebung Sollentunas, lernten meinen Mitarbeiter kennen, fuhren nach Uppsala und feierten schliesslich mit Mias Familie ein schönes Osterfest.
Nun wohne ich wieder allein im Vikingavägen, doch der nächste Besuch lässt nicht auf sich warten. Dominique aus Uppsala beginnt heute zum Sommersemester ihr Theologiestudium in Mainz. Ihre Abreise bedauere ich, denn unsere Zweisamkeit war seit unserem Kennenlernen im Sprachkurs (Oktober 2008) nicht nur ausgesprochen häufig, sondern auch ausgesprochen schön, witzig und abwechslungsreich. Ich freue mich also auf ein Widersehen in der Heimat!
Heute Abend mache ich die Kinderchorvertretung. Damit ich der Chorleiterin nicht in ihre Lieder pfusche, werde ich mit den Kindern Zeichensprache ("teckenspråk") lernen und bekannte Kinderlieder singen und "taubstumm singen". Ich bin gespannt, ob das wohl klappt :-) !!
Herzliche Grüsse aus Sollentuna, eure Uta